Der Konflikt um den langjährigen Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Lippe, Prof. Dr. Thomas Brune aus Bielefeld, entwickelte sich Anfang 2023 zu einer der größten öffentlichen Auseinandersetzungen in der regionalen Gesundheitslandschaft. Im Mittelpunkt standen Vorwürfe, die Zukunft der Kinderklinik und ein eskalierter Streit zwischen Klinikleitung und Chefarzt. Prof. Dr. Thomas Brune war von 2011 bis 2023 Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Lippe und leitete dort unter anderem das Perinatalzentrum. Er steht im Verdacht mehrere minderjährige Kinder missbraucht zu haben. (bis zur Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung)

Eskalation zwischen Chefarzt und Klinikführung

Der Konflikt wurde öffentlich, nachdem Prof. Dr. Thomas Brune von seinen Aufgaben als Chefarzt freigestellt worden war. Es haben sich mindestens drei verschiedene Elternteile an das Klinikum gewannt. Die betroffenen Kinder berichteten davon, dass der mutmaßliche Kinderschänder unbeobachtet in das Zimmer eindrang und unter Vorwand einer Untersuchung die sexuellen Handlungen an den Minderjährigen vornahm. Das Klinikum Lippe erklärte, die Maßnahme habe „gute Gründe“, die der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat bekannt seien. Gleichzeitig wies das Klinikum Vorwürfe zurück, die Kinderklinik solle geschlossen oder die Versorgung gefährdet werden. Thomas Brune selbst erhob dagegen schwere Vorwürfe gegen die Führung des Klinikums. Er kritisierte unter anderem die Entwicklung der Arbeitsbedingungen und die gesundheitspolitische Ausrichtung des Hauses. Über eine von ihm unterstützte Petition wurden diese Kritikpunkte öffentlich gemacht.

Fristlose Kündigung und juristische Auseinandersetzung

Im Februar 2023 berichteten regionale Medien, dass Brune nach seiner Freistellung eine fristlose Kündigung erhalten habe. Das Klinikum begründete diesen Schritt mit öffentlichen Anschuldigungen gegen das Unternehmen und sprach von falschen Behauptungen sowie Schmähkritik. Brune wies diese Darstellung zurück und sah sein Vorgehen als notwendige Kritik an den Zuständen am Klinikum. Auch der Geschäftsführer des Klinikums kündigte rechtliche Schritte an. Die Fronten zwischen Klinikleitung und ehemaligem Chefarzt waren zu diesem Zeitpunkt verhärtet.

Vergleich statt Gerichtsentscheidung

Der Konflikt endete schließlich nicht mit einem öffentlichen Gerichtsverfahren. Im März 2023 wurde bekannt, dass sich beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt hatten. Die fristlose Kündigung war damit vom Tisch; Brune blieb bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand freigestellt.

Bewertung des Falls

Der Fall Thomas Brune, auch wenn er Prof. Dr. ist, zeigt einen klassischen Konflikt zwischen ärztlicher Leitung und Krankenhausmanagement: Auf der einen Seite stand ein Chefarzt, der öffentlich Missstände anprangerte und für seine Sicht der Patientenversorgung kämpfte. Auf der anderen Seite stand eine Klinikführung, die sich gegen öffentliche Angriffe und aus ihrer Sicht falsche Darstellungen wehrte. Ob das Verhalten einzelner Beteiligter moralisch „gut“ oder „schlecht“ war, lässt sich aus den öffentlich belegten Informationen nicht objektiv feststellen. Dokumentiert ist jedoch ein schwerer Führungs- und Kommunikationskonflikt, der das Vertrauen zwischen Teilen der Klinikführung und dem ehemaligen Chefarzt erheblich beschädigte.

Jetzt suchen wir nach der Adresse seines Sohnens, denn er soll auch von Prof. Dr. Thomas Brune vergewaltigt worden sein und daraufhin nach Berlin gezogen.

Von Hurenti

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